Google Penguin Update

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In SEO-Kreisen berüchtigt: Das Google Penguin Update

Das Google Penguin Update (in Deutschland auch bekannt als Pinguin Update) wurde 2012 veröffentlicht und ist die OffPage Ergänzung zum bereits 2011 veröffentlichten und sich stetig weiterentwickelnden Panda Update. Während es seitens Google beim Panda Update darum geht, den Content einer Webseite zu bewerten und dessen Gewichtung im Suchmaschinen Ranking zu stärken, liegt der Fokus beim Penguin Update auf der Erkennung von KeyWord-Stuffing und minderwertigen Backlinks (so genanntem Web-Spam), die einzig das Ziel verfolgen, eine Seite künstlich im Ranking zu pushen.

Der Pinguin mag kein KeyWord-Stuffing!

KeyWord-Stuffing ist eine aus Google-Sicht unerlaubte SEO-Technik, bei der Suchbegriffe übermäßig häufig in Seitentiteln, META-Daten, textlichen Inhalten und auch Links platziert werden, um so den Eindruck zu erwecken, die Seite hätte eine außerordentliche Relevanz zu einem bestimmten Thema. Mit Hilfe von KeyWord-Stuffing war es in der Vergangenheit möglich, das Ranking in den Suchergebnissen künstlich zu pushen und somit entgegen dem Bestreben von Google eine hohe Platzierung zu erreichen, auch ohne dass die Seite für den Suchenden inhaltlich einen besonderen Mehrwert bietet. Mit dem Penguin-Update sagt Google diesem Vorgehen den Kampf and und straft Webseiten, die diese Technik verwenden, rigoros ab! In Einzelfällen führt es „lediglich“ zu einem Ranking-Verlust, im schlimmsten Fall (wenn Methode dahintersteckt) jedoch sogar zur Sperre!

Der Pinguin mag keine minderwertigen Backlinks!

Das Thema Linkbuilding und die damit verbundenen Backlinks zur eigenen Webseite sind ein Thema, mit dem sich Google schon seit langer Zeit beschäftigt. Je mehr externe Links zu einer Webseite führen, desto populärer wird diese bei den Suchmaschinen (so zumindest der Grundgedanke). In seiner Einführung in Suchmaschinen gibt Google unter anderem an, dass einem natürlichen Linkaufbau grundsätzlich erst einmal nichts im Wege steht, so lange dieser nachvollziehbar bleibt und keine unnatürlichen Linkstrukturen festgestellt werden. Google ist sich darüber bewusst, dass jeder Seitenbetreiber danach bestrebt ist, die Inhalte der eigenen Homepage im Internet zu verbreiten, um so eine höhere Aufmerksamkeit zu erzielen. Was hierbei jedoch ein absolutes No-Go darstellt, ist das vorsätzliche Spammen von Links in Webverzeichnissen oder auch multipler (automatisierter) Link-Spam in Social Bookmark Diensten – im Grunde genommen also alles, was einzig und allein das Ziel verfolgt, Backlinks zu generieren, die keinerlei Mehrwert mit sich bringen. Wie viele Leute besuchen eine Webseite über einen Eintrag in einem Webverzeichnis? Ich glaube, die kann man an einer Hand abzählen… ergo sollten diese Links auch keine Relevanz für’s Ranking haben.

Der Pinguin liebt Natürlichkeit!

Worum es beim Google Penguin Update hauptsächlich geht, ist die relevantere Darstellung von natürlichen und – in Verbindung mit dem Panda Update – qualitativ hochwertigen Inhalten in den Suchmaschinen-Rankings. Es ist durchaus legitim und sogar erwünscht, seine Webseite sowohl OnPage als auch OffPage zu optimieren, so dass Google es leichter hat, die besten Ergebnisse für eine Suchanfragen zu ermitteln. Allerdings sollte diese Optimierung eben in einem ordentlichen Rahmen erfolgen und nicht gleich in wilde Spammerei ausarten.

Bei den Suchbegriffen, zu denen die eigene Webseite gefunden werden soll, muss man als Seitenbetreiber darauf achten, dass die KeyWord-Dichte nicht über 5% liegt. Ich persönlich empfehle sogar eher noch 3% oder maximal 4% (was immer noch vollkommen ausreichend ist, um einen Fokus zu setzen!). Des Weiteren sollten sich die KeyWords in einem ordentlichen Textfluss befinden und nicht einfach sinnlos aneinandergereiht und dick fett unterstrichen kursiv ans Ende der Seite gepackt sein. Genauso schlimm ist mit KeyWords vollgepackter Hidden Content (weiß auf weiß oder eingeklappte Textblöcke) der einzig für Suchmaschinen platziert wird und dem Nutzer null Mehrwert bietet. Ein sehr gutes, kostenloses Tool zur Prüfung der KeyWord-Dichte sowie Spam-Erkennung ist der Page Analyzer von Ranks.NL.

Auch beim Linkbuilding kommt es einfach nur darauf an, die natürliche Linkstruktur zu wahren. Hier und da täglich ein paar Links aus themenrelevanten Foren, Blogs, Presse- oder Q&A-Portalen sind in Ordnung, so lange sich das Ganze nicht permanent wiederholt. Auch ausgewählte Social Bookmarks können für ein gesundes Linkbuilding genutzt werden, allerdings wirklich nur sehr ausgewählt. Jeden Tag dutzende Links auf derselben Plattform oder automatisierter Link-Spam in diversen Social Bookmarks fällt auf und wirkt nur kontraproduktiv! Webkataloge und Artikelverzeichnisse gehören längst der Vergangenheit an und spielen in einem guten Linkmix keine bedeutende Rolle mehr. Auch ist es absolut unnatürlich, wenn eine Seite nur dofollow-Backlinks aufweist (auch nofollow-Links gehören in einen gesunden Linkmix!) oder nur Links von Seiten mit einem hohem Pagerank kommen. Man muss sich einfach immer vor Augen führen: Wie gestaltet sich ein natürlicher Linkaufbau? Ganz einfach, er ist bunt gemischt ohne feste, erkennbare Struktur und er wächst beständig, aber gemütlich! ;)

Angst vor′m Penguin Update?

Es wird (noch) heißer gekocht als gegessen!

Der Hype rund um das Thema Google Penguin Update ist riesig, der Effekt war bislang jedoch nur in sehr geringem Umfang spürbar. Google selbst bezifferte den Anteil derjenigen, die im deutschsprachigen Raum beim Launch den Updates im April 2012 betroffen waren, auf gerade einmal auf 3% – was wohl auch der Grund ist, dass viele Seitenbetreiber bislang schlicht keine Veränderungen feststellen konnten. Dennoch sollte man beachten, dass Google eine ganz klare Richtung vorgibt und hier sicherlich noch weitere, strengere Updates veröffentlichen wird. Unter anderem hat Matt Cutts ja bereits angekündigt, dass 2013 noch etwas großes auf uns zukommen wird!

Ganz ehrlich? Ich mag den Pinguin!

Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: nämlich dahin, qualitativ hochwertige und „natürlich“ gewachsene Seiten zu belohnen, indem Sie für den Suchenden eine höhere Relevanz und damit ein besseres Ranking erzielen. Es gibt so viele schwarze Schafe im Markt, die sich im Bereich SEO permanent am Rande des Legalen bewegen, nur um teils völlig unsinnige Seiten an die Spitze der Suchtreffer zu pushen. Und meist sind dann genau die die Dummen, die sich beim Erstellen Ihrer Webseite und der darin befindlichen Inhalte besondere Mühe geben, weil sie mit den professionell manipulierten Seiten nicht mithalten können!

Wer sich seine Texte aus der Massenfertigung produzieren lässt oder auf Linkbuilding-Agenturen setzt, die für Dumping-Preise eine schnelle und massive Verbreitung versprechen, der wird damit auf lange Sicht nicht mehr glücklich werden. Es gibt durchaus hervorragende Agenturen, die sich wirklich Mühe geben und die auch beim Linkaufbau darauf achten, dass alles korrekt abläuft… aber die kosten nunmal meist etwas mehr! Also – entweder selbst darum kümmern oder richtig investieren – denn wie heißt es so schon: wer billig kauft, kauft zweimal! ;-)

Foto: Copyright DIDEM HIZAR – Fotolia.com

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